Räucherkerzen – Größen, Duftrichtungen und welche zu welcher Figur passt
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Räucherkerzen sehen alle ähnlich aus, und trotzdem passt nicht jede in jede Figur. Am Tresen hören wir beides: dass die Kerze nicht hineingeht, und dass sie zwar hineingeht, der Rauch aber nicht oben herauskommt. Beides lässt sich vor dem Kauf klären.
Die Größen
Das übliche Standardmaß ist die Größe M. Wer nichts anderes weiß, liegt damit bei den meisten Räuchermännern richtig – die Figuren sind über Jahrzehnte auf dieses Maß hin gebaut worden. Daneben gibt es kleinere Kerzen für zierliche Figuren mit engem Innenraum und größere für große Räuchermänner, Räucherhäuser und Räucheröfen.
Entscheidend ist nicht die Figur von außen, sondern ihr Innenraum. Eine schlanke Figur kann innen weit ausgehöhlt sein, eine breite dagegen sehr eng. Zwischen Kerze und Holz muss ringsum Luft bleiben: Sitzt die Kerze zu stramm, bekommt sie zu wenig Sauerstoff, glimmt unsauber und schwärzt das Holz an der Berührungsstelle. Ist sie deutlich zu klein, geht viel Rauch am Kopf vorbei statt durch die Öffnung.
Der einfachste Weg: Nehmen Sie beim ersten Kauf den Oberkörper ab und schauen Sie hinein, oder bringen Sie die Figur mit. Bei älteren, geerbten Stücken lohnt sich das immer, weil manche Räucherfiguren früher für andere Maße gebaut wurden.
Duftrichtungen
Die gängigen Richtungen lassen sich grob in drei Gruppen sortieren:
- Harzig und holzig. Weihrauch, Sandel, Tanne, Fichte. Der klassische Raumduft im Advent, kräftig und dabei unaufdringlich.
- Süßlich und würzig. Zimt, Honig, Vanille, Orange. Kommt bei Kindern gut an, wird von manchen Erwachsenen als zu süß empfunden.
- Kräutrig und frisch. Lavendel und Ähnliches. Weniger weihnachtlich, dafür das ganze Jahr über verwendbar.
Welche Richtung zu welcher Figur passt, ist Geschmackssache und keine Regel. Was sich im Laden bewährt hat: Wer eine Figur zum ersten Mal räuchert, nimmt eine kleine Packung einer harzigen Sorte und probiert von dort aus weiter. Mischpackungen sind dafür praktisch, weil man mehrere Richtungen im selben Raum vergleichen kann – nacheinander, nicht gleichzeitig.
Dosieren und lüften
Eine Kerze auf einmal, nie zwei. Zwei Kerzen stauen die Hitze in der Figur, das Holz kann reißen und der Lack wird stumpf. In kleinen Räumen reicht meistens eine einzige Kerze für einen ganzen Abend, und wer mehr möchte, wartet lieber, bis der Rauch abgezogen ist.
Rauchgeruch setzt sich in Textilien fest, in Gardinen und Polstern deutlich stärker als in Holz und Wand. Lüften Sie deshalb nach dem Räuchern kurz durch, statt den Raum langsam ausdunsten zu lassen. In Schlafzimmern und kleinen Bädern räuchert man besser gar nicht. Wer empfindlich auf Rauch reagiert oder kleine Kinder im Haus hat, stellt die Figur in einen Raum, der sich gut lüften lässt, und bleibt dabei, solange die Kerze glimmt.
Lagern
Räucherkerzen wollen trocken liegen. Nehmen sie Feuchtigkeit auf, werden sie zuerst weich, dann brüchig, und beim Anzünden zerbröseln sie oder glimmen nach kurzer Zeit aus. Keller, Waschküche und ungeheizte Abstellräume sind die typischen Fehlgriffe; eine Schublade im Wohnraum ist besser als jeder Lagerort, der im Winter kalt wird.
Bewahren Sie die Kerzen in der Originalpackung auf und legen Sie unterschiedliche Duftsorten nicht offen nebeneinander – die Sorten nehmen sonst den Geruch der Nachbarn an. Angebrochene Packungen wieder verschließen. Zu große Vorräte lohnen sich nicht: Der Duft wird über die Jahre schwächer.
Fragen?
Wenn Sie unsicher sind, welche Größe in Ihre Figur gehört, bringen Sie sie mit in die Weingasse 6 in Freiberg, dann probieren wir es zusammen aus. Telefonisch erreichen Sie uns unter 03731 212902.