Kerzen an Pyramide und Engelberg – Größe, Abstand, Wechsel
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An Weihnachtspyramide und Engelberg brennt Wachs dicht neben Holz, Farbe und beweglichen Teilen. Das geht gut, solange die Kerze zum Halter passt und jemand im Raum ist. Zwei Fehler sehen wir jedes Jahr wieder: die falsche Stärke und der zu weit heruntergebrannte Stummel.
Die Kerzenstärke gehört zum Halter
Jede Pyramide und jeder Engelberg hat Tüllen oder Bohrungen mit einem festen Innendurchmesser. Kerzen für erzgebirgische Holzkunst gibt es in mehreren Stärken, und die Unterschiede sind klein genug, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennt. Nehmen Sie eine alte Kerze als Muster mit oder messen Sie den Innendurchmesser einer Tülle nach, bevor Sie nachkaufen.
Eine zu dicke Kerze lässt sich mit Druck hineinzwingen – und genau das ist der Schaden. Eine Blechtülle weitet sich dabei dauerhaft oder reißt an der Naht, eine Bohrung im Holz platzt am Rand aus. Beides bemerkt man erst, wenn die nächste Kerze nicht mehr hält. Kerzen sollte man auch nicht zurechtschnitzen, damit sie passen: Der Sitz wird unrund und die Kerze brennt schief. Eine zu dünne Kerze ist ebenso unbrauchbar, sie kippt in der Tülle, brennt einseitig ab und tropft aufs Holz.
Abstand zum Flügelrad und zu den Figuren
Bei der Pyramide treibt die aufsteigende Warmluft das Flügelrad. Die Flamme soll darunter stehen, nicht daran. Berührt sie beim Drehen einen Flügel, sind die Spitzen nach einem Abend angesengt, und das Rad läuft unruhig, weil es ungleich schwer geworden ist. Lassen Sie eine neu aufgebaute Pyramide einmal ohne Figuren laufen und schauen Sie von der Seite, wo die Flammen tatsächlich stehen.
Figuren gehören nicht unmittelbar über eine Flamme. Die Wärme steigt senkrecht, und was darüber steht, wird über die Stunden trocken – die Farbe stumpft, helles Holz wird gelblich. Wie groß der Abstand sein muss, hängt von Pyramide und Kerzenstärke ab. Das lässt sich nur am Stück beurteilen und nicht in Millimetern vorschreiben.
Wann die Kerze heraus muss
Eine Kerze wird nicht bis zum Ende abgebrannt. Sobald nur noch ein kurzer Stummel über der Tülle steht, wird gelöscht und gewechselt. Brennt die Flamme bis auf die Halterung herunter, wird das Metall heiß und gibt die Wärme direkt an das Holz weiter. Das ist die Stelle, an der Pyramiden dunkle Ringe und Risse bekommen.
Wachsreste in der Tülle lassen Sie erst vollständig erkalten und drücken sie dann mit einem Holzstäbchen heraus. Kein Messer, keine Schraubendreherspitze und vor allem keine Flamme, um den Rest weich zu machen. Lose Metalltüllen kann man herausnehmen und getrennt vom Holz säubern.
Teelichte, elektrisch und Sicherheit
Teelichte gehören nur in Pyramiden, die einen Teelichteinsatz dafür haben. In eine Kerzentülle gestellt oder direkt auf den Holzboden gesetzt geben sie ihre Wärme über die Metallhülle nach unten ab – dorthin, wo bei einer Wachskerze nichts ankommt.
Wer nicht mit offener Flamme leben möchte, nimmt eine elektrische Pyramide oder einen Lichterbogen mit Fassungen. Eine vorhandene Kerzenpyramide sollte man nicht selbst umbauen; ob und wie das bei einem bestimmten Stück überhaupt geht, klärt man besser vorher.
- Brennende Kerzen bleiben nie unbeaufsichtigt. Auch nicht für den kurzen Gang in die Küche.
- Abstand zu Gardinen und Vorhängen. Der Fensterplatz ist der beliebteste und zugleich der ungünstigste Standort.
- Kein Durchzug. Zugluft lässt die Flamme flackern, treibt sie zur Seite und rußt das Holz an.
- Löschen, bevor der Raum leer bleibt. Die Pyramide dreht sich am nächsten Abend auch noch.
Fragen?
Wenn Sie unsicher sind, welche Kerzenstärke zu Ihrem Stück gehört: Bringen Sie eine alte Kerze oder gleich den Halter mit in die Weingasse 6 in Freiberg, oder rufen Sie uns unter 03731 212902 an.