Eine Sammlung anfangen – Engelmusikanten Stück für Stück

Eine Sammlung von Engelmusikanten entsteht selten an einem Tag. Bei den meisten unserer Kunden steht am Anfang ein einzelner Engel, geschenkt zur Geburt oder zur Taufe, und daraus wird über Jahre eine Gruppe. Was dabei hilft und was man sich früh überlegen sollte, steht hier.

Der erste Engel

Einen richtigen ersten Engel gibt es nicht. Wer sich schwer entscheidet, nimmt das Instrument, das in der Familie eine Rolle spielt: das eigene, das des Kindes, das im Posaunenchor gespielte. Diese Begründung trägt auch in zehn Jahren noch. Über achtzig Musikantenengel hat Wendt & Kühn im Lauf der Zeit entworfen, die Auswahl ist also groß genug, um sich Zeit zu lassen.

Praktisch ist ein Engel, der frei steht und weder Sockel noch Halterung braucht. Sitzende Figuren und solche mit großem Instrument wollen eine Fläche, auf der sie zur Geltung kommen – und wie die aussieht, weiß man am Anfang noch nicht.

Wie aus Engeln eine Gruppe wird

Zwei Engel sind ein Paar, ab dem dritten wird es ein Ensemble, und spätestens dann achtet man auf Lücken. Viele Sammler ergänzen ein bis zwei Figuren im Jahr, meist zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Das ist kein Nachteil. Eine Gruppe, die über zehn Jahre gewachsen ist, hat eine Geschichte, die man ihr ansieht.

Achten Sie darauf, dass die Figuren zueinander passen. Die Grünhainichener Engel mit den grünen Flügeln und den elf weißen Punkten wirken zusammen als geschlossene Gruppe. Margeritenengel sind zierlicher und haben keine grünen Flügel; als eigene kleine Runde stehen sie gut, zwischen den Elfpunkteengeln wirken sie leicht verloren.

Aufstellen: Engelberg, Wolke oder Regalbrett

Ab vier, fünf Figuren entscheidet die Aufstellung darüber, ob man die einzelnen Engel noch sieht. Ein Engelberg staffelt sie in Stufen, so bleiben auch die hinteren erkennbar. Eine Wolke nimmt eine kleinere Gruppe auf und hängt sie frei vor die Wand, was vor allem dort hilft, wo keine Stellfläche übrig ist. Ein schlichtes Regalbrett genügt ebenfalls – nur sollten die Engel dann nicht in einer geraden Reihe stehen, sondern versetzt.

Unterschätzt wird bei uns im Laden fast immer die Tiefe. Ein Engelberg braucht mehr Platz nach hinten, als man beim Kauf denkt, und eine Wolke hängt weiter von der Wand ab als erwartet. Messen Sie den Platz vorher aus. Und stellen Sie die Gruppe nicht über die Heizung oder in die Mittagssonne: Trockene Luft und direkte Sonne setzen der Bemalung zu.

Notizen führen, doppelte vermeiden

Legen Sie eine Liste an. Das klingt nüchtern, erspart aber viel. Sinnvoll sind drei Angaben:

  • Was Sie haben. Figur und Instrument, gern mit einem Foto der ganzen Gruppe auf dem Telefon – das hat man im Laden dabei.
  • Was fehlt. Zwei, drei Wünsche notiert, dann können Sie die Liste weitergeben, wenn jemand nach einem Geschenk fragt.
  • Woher das Stück stammt. Jahr und Anlass. Bei einer Sammlung, die einmal weitergegeben wird, ist das später das Interessanteste daran.

Doppelte entstehen fast immer beim Schenken, und zwar dann, wenn mehrere Leute unabhängig voneinander dieselbe naheliegende Figur aussuchen. Dagegen hilft nur, dass die Sammlerin oder der Sammler sagt, was fehlt. Wer das unhöflich findet, nennt statt einer Figur eine Richtung: Streichinstrumente, Bläser, ein Engel ohne Instrument.

Wenn ein Motiv ausläuft

Manufakturen nehmen Figuren aus dem Programm, das gehört zum Betrieb. Für eine angefangene Gruppe ist das ärgerlich, aber kein Grund zur Eile. Bleibt eine Lücke, bleibt sie eben; eine Sammlung muss nicht vollständig sein. Wer ein ausgelaufenes Stück gebraucht kauft, sieht sich Bemalung, Flügel und Standfläche genau an und fragt nach Reparaturen. Schäden am Holz kann man sehen, nachgemalte Gesichter erkennt man schwerer.

Fragen?

Wenn Sie wissen möchten, ob eine bestimmte Figur noch gefertigt wird oder was zu Ihrer Gruppe passt, rufen Sie an unter 03731 212902 oder kommen Sie in der Weingasse 6 in Freiberg vorbei. Bringen Sie ein Foto Ihrer Sammlung mit, das hilft am meisten.

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